Bester Bookmark-Manager: Raindrop

Ich bin ein Hoarder, ich sammle massenweise Links. Websites. URLs. Tausende. Alles interessantes Zeug: Blogs, Artikel, Reportagen, Dokumente. Internet-Kram. Früher habe ich dafür Pinboard genutzt, dann aber plötzlich nicht mehr, mein letztes Lesezeichen habe ich 2018 angelegt. Was dann war, weiß ich nicht mehr, jedenfalls habe ich Pinboard aus den Augen verloren, sozusagen vergessen. (Davor war ich jahrelang Delicious-Nutzer, aber das gibt es nicht mehr.)

Jedenfalls habe ich nun Raindrop entdeckt und bin durchaus angetan, fast begeistert. Der Bookmark-Manager organisiert Lesezeichen in Sammlungen (also Ordnern) und mit Tags. Die Bedienoberfläche ist angenehm aufgeräumt, zudem gibt es Mobil-Apps, um auch unterwegs Links zu sammeln. Alles da, was man braucht, und das kostet erst einmal nichts. Die Funktionen reichen für normale Leute aus, wer mehr benötigt (etwa KI-Kram), der zahlt eben 30 Euro im Jahr. Völlig fair, wie ich finde. Ich habe alle meine Lesezeichen aus Chrome in Raindrop portiert, mehr als 3000 Bookmarks. Hinzu kommen jetzt noch die Bookmarks aus Pinboard, das sind weitere 2200. Leider ist der Pinboard-Erfinder sehr seltsam (geworden) und irritiert mit dämlichen Bemerkungen etwa zu J.K. Rowling.

Für heise online habe ich mir außerdem noch Karakeep angeschaut, das ist auch nicht schlecht und man kann das Ding selbst hosten. Weitere Alternativen wären Linkding für Selbsthoster sowie Bookmarks für Nextcloud. Mehr dazu steht in meinem Ratgeber auf heise.de: Links sammeln und clever organisieren.

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Daniel Berger ist Tech-Journalist in Hannover, er schreibt Artikel über das Internet. Außerdem bloggt er Stadtgeschichten über Hannover. Mehr