Fahrradkiste mit MIK-System
Seit wir einen Schrebergarten haben, muss ich einiges Zeug mit dem Fahrrad transportieren. Wochenlang stopfte ich also meinen Rucksack voll und fixierte unsere kleine Kühltasche auf dem Gepäckträger. So kann das nicht weitergehen, dachte ich und suchte im Netz nach einem Fahrradkorb für das MIK-System, mit dem mein Canyon Citelite:On nämlich ausgestattet ist. Es erlaubt ein schnelles Ein- und Ausklicken von Fahrradzubehör.
Sodann entschied ich mich für die Fahrradkiste von Basil, die ich empfehlen kann: Sie ist stabil und sieht einigermaßen gut aus. Es gibt sie in drei Größen (S bis L); ich entschied mich für die mittlere. Leider ist die Kiste mit 25 Zentimetern etwas zu hoch, das hatte ich vor dem Kauf nicht bedacht. Wenn ich auf dem Sattel sitze, spüre ich mit meinem Gesäß die Kante von der Kiste. Nervig, fand ich, und stellte den Sattel etwas höher und schob ihn leicht nach vorn, was die Situation merklich verbesserte. Bequem wie ohne Korb ist die Sache aber nicht – vielleicht fällt mir noch etwas Besseres ein, ich könnte in den Korb zum Beispiel eine Mulde sägen.
Platte, Kiste, Gepäckträger
Jedenfalls brauchte ich noch eine MIK-Adapterplatte, die ich bei Amazon (Werbung) für 19 Euro erwarb. Diese Platte musste ich dann noch unter die Kiste schrauben, wozu vier Unterlegscheiben nötig (M5 x 15 mm) waren. Die lagen aber leider nicht der Adapterplatte bei, sodass ich diese auch noch besorgen musste. Sollte ich also losziehen und den hiesigen Baumarkt aufsuchen, um diese Plättchen zu erwerben? Niemals! Ich wollte faul bleiben, und bestellte abermals bei Amazon (Werbung): 30 Plättchen für 6 Euro. Die restlichen 26 Stück kann ich ja als Placebos verwenden. Meine Kiste (20 Euro) sitzt nun bombenfest auf dem Gepäckträger und ich kann mein Zeug besser als zuvor transportieren! Ich spüre oft die neidischen Blicke der Menschen, die noch alles in ihre Rucksäcke stopfen; ich bedauere sie ob ihres Leids.
No Connection: Ein Repeater sieht rot
Heute möchte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit meinen Internet-Problemen belästigen. Vor vier Jahren bekamen wir einen Glasfaseranschluss und ich erwarb eine Fritzbox 5590 Fiber sowie zwei Repeater 1200 AX, die im Mesh die Wohnung reichlich mit WLAN versorgten, wobei der Router als Mesh-Master fungierte. Es war wunderbar, denn alles funktionierte einfach. Die Verbindung war stets schnell und stabil, ich konnte durch die gesamte Wohnung streifen und dabei langweilige Online-Artikel lesen.
Doch dann, irgendwann, kam es zu Aussetzern. Die Sonos-Boxen machten Faxen und die liebliche Musik verstummte immer wieder. Das lag aber gar nicht an Sonos oder Spotify, es lag an den beiden Repeatern: Sie fielen ständig aus und flogen aus dem Mesh. Das passierte leider immer häufiger; mal stellt der eine Repeater seine Arbeit ein, mal der andere. Als wollten sie mich mürbe machen. Ich rupfe sie dann immer aus der Steckdose, schimpfend, und stecke sie nach einigen Minuten wieder hinein – das hilft meistens (aber nicht immer). Woran liegt das?
Vielleicht hat ein Update von FritzOS das Problem verursacht, vielleicht werden die Repeater auch einfach zu heiß, weil die kleinen Dinger so viel zu tun haben. Beide Erklärungen sind im Netz zu finden – denn ich bin längst nicht der einzige Anwender mit exakt diesem Problem. Das beruhigt mich zwar, doch eine Lösung habe ich bisher nirgends gefunden. Große Hoffnung hatte ich, als Version 8.20 von FritzOS erschienen ist. Doch das Problem besteht weiterhin, wie ich jüngst erleben durfte.
Wir schauten lineares TV; es war schlimm
An einem regulären Dienstagabend saßen wir geschafft vor unserem Empfangsgerät und wollten eigentlich nur [redacted] bei Apple TV schauen. Doch der Fernseher meldete nur: «No Internet connection!» Seltsam, er war – wie immer – via LAN direkt mit dem Router verbunden und die Deutsche Telekom meldete keine Störung. Ich rannte, lief, sprintete rüber in den Westflügel, um mit meinem iMac ins Internet zu gelangen.
Besagter Mac ist nämlich ebenso via LAN mit dem Router verbunden. Und siehe da: Alles wie immer, kein Problem erkennbar, ich konnte wie gehabt durch das weite Web ballern. Mich traf sodann ein Geistesblitz, ich brannte und rannte zurück zum TV im Wohnzimmer und riss den Repeater aus der Steckdose. Der Fernseher war sofort wieder mit dem Netz verbunden: «Connected!» Repeater und TV steckten nämlich beide in einem Switch und der Repeater hatte durch seine Fehlfunktion irgendwas blockiert. Aha, dachte ich, allmählich hasse ich dieses Teil. «Absolut nervig», fasst ein Reddit-User die Situation zusammen. Stimmt leider.
Von Notion zu Obsidian
Derzeit steige ich (testweise) um: von Notion auf Obsidian. Ich sammle damit vor allem Ideen und Notizen, außerdem führe ich gern Listen. Mit Büchern, Filmen, Spielen oder anderen Dingen. Das funktioniert mit Obsidian natürlich bestens. Was ich besonders liebgewonnen habe, sind die Tagesnotizen von Obsidian: Jeden Tag entsteht eine neue Notiz (Textdatei), in die ich Einfälle, Wissen und Aufgaben notiere. Gelegentlich gehe ich die Notizen durch, lösche oder überführe Informationen in andere Notizen (im Projekt- oder Wissensordner). Ich habe mir ein simples System aufgebaut, das ich in einem Artikel (€) für heise online näher beschreibe: Obsidian für Einsteiger.
Noch liegen meine Notizen lokal auf meiner Festplatte, doch ich möchte natürlich auch mit meinem Smartphone und meinem iPad darauf zugreifen. Leider kann ich nicht einfach iCloud verwenden, weil der Abgleich mit dem Android-Telefon nicht klappt; schade. Also müsste ich mir ein iPhone Duo kaufen, na klar, oder Syncthing verwenden, was mir aber etwas kompliziert erscheint. Die bequemste Methode wäre also Obsidian Sync, das allerdings knapp 50 Euro im Jahr kostet. To be continued …
Flottes Deutschland, krankes Volk
Glosse. Die Lösung aller Probleme: Arbeit! Doch das deutsche Volk, es ist zu faul und zu krank. Liegt nur im Halbschatten herum, dösend, von besseren Zeiten träumend. Keiner geht mehr hart arbeiten, keiner packt mehr an. So geht das nicht weiter, finden Merz und seine Parteikollegen. Als Gegenmaßnahme soll die Krankschreibung ab dem ersten Tag zur Pflicht werden, ein wirklich genialer Einfall einer genialen Regierung.
Es weht mal wieder ein kalter Wind durch das Land, jetzt wird Deutschland wieder flott gemacht. «Biste krank? Geh sofort zum Arzt, du Lügner!» Da sitzen sie dann alle im Wartezimmer, da wird gehustet und gelitten (und angesteckt). Väter und Mütter, die sich an Magen-Darm erfreuen, schleppen sich irgendwie zum Arzt, um sich anschließend wieder in die Ecke zu legen. Präsenzpflicht beim Doc. Die wird sich freuen.
Es herrscht ein großes Misstrauen den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber; seine Verachtung fürs Volk hat Merz schon oft genug durchblicken lassen. Dieser Mann ist ein kalter Kanzler, der keinen blassen Schimmer vom echten Leben hat. Abgehoben und arrogant, eben ein «Yesterday's Man», wie die New York Times einst schrieb. Kein Wunder also, dass Merz seine Kritiker einfach abbügelt: «Kulturpessimisten, Untergangspropheten, Nöler, Nörgler, empörte Berufskritiker, wegtreten!», rief er beim Parteitag in Düsseldorf. Applaus, Applaus.
Der glückliche Kassierer
Ich bin jetzt auch Kassierer. Mein einziger Kunde: ich. Der Rewe um die Ecke hat nämlich neuerdings vier Selbstbedienungskassen, die fast immer frei sind, denn die Leute stehen lieber an Kasse #1 an. Ich hingegen meide jeden Kontakt mit Menschen (im Supermarkt) und bin geradezu glücklich, mein eigenes Ding an der DIY-Kasse zu machen: Ich wiege Bananen ab, buche Maracujas ein und scanne wie in Trance die Barcodes der Produkte.
Bei meinem ersten Besuch erhielt ich noch eine kurze Einweisung vom Kassiermeister, da er sah, dass ich zu doof war, die Bananen korrekt zu wiegen und zu verbuchen. Doch nun habe ich das drauf und bin in Windeseile wieder raus aus dem Supermarkt.
Mein einziger Kunde: ich!
Traditionalisten sind natürlich nicht so euphorisch wie ich, sie weinen den alten Kolonialwarenläden hinterher, in denen die Menschen aus der Steinzeit einkaufen gehen mussten. Sie zahlen weiterhin am liebsten mit Bargeld, auf den Cent passend – und das dauert. Wie oft habe ich in der Schlange an Kasse #1 strafrechtlich relevante Gedanken gehabt, die ich nur allzu gern in die Tat umgesetzt hätte. Aber ich möchte nicht ins Gefängnis, da ist das Essen so schlecht usw. Also litt ich still und verfluchte gedanklich jeden, der im Portemonnaie nach Pfennigen kramte – und nebenbei ein ödes Gespräch mit dem Kassierer führten. Aber macht doch, was ihr wollt, ich stehe glücklich an der DIY-Kasse und kassiere mich selbst ab.