Capacties statt Notion

Seit einer Weile beschäftige ich mich mit dem «Personal Knowledge Management» und den passenden Tools dafür. Nun habe ich Capacities installiert, eine Notion-Alternative aus Deutschland. Was mir daran besonders gefällt: «Tägliche Notizen» bilden sozusagen den Einstieg. Ich notiere jeden Tag, was mir durch den Kopf geht, und sortiere das Wissen später in meine Struktur.

Hieraus entstand auch ein Artikel für heise online:

Capacities organisiert die Inhalte aber nicht in Ordnern, sondern als Objekte. Seiten sind Objekte, Bilder sind Objekte, Personen sind Objekte – jedes Ding ist ein Objekt. Ich sammle beispielsweise Infos zu Orten, an denen ich einst verweilte, an mehreren Stellen. Jetzt nutze ich in Capacities einfach den Objekttyp «Ort» und speichere alles über Rom zentral in einem Objekt, also konkret auf einer Seite. Die enthält verschiedene Felder für Metadaten: Zeit, Bewertung, Kategorie («Stadt»), Mitreisende und mehr. Das lässt sich alles flexibel erweitern und verbinden. Schlau!

Capacities ist eine Notion-Alternative aus Deutschland und organisiert persönliches Wissen in Objekten.

Man kann zudem eigene Objekttypen definieren und mit allen möglichen Eigenschaften befüllen (das sind im Prinzip Felder für Daten). Anytype macht das ganz ähnlich, ich finde aber die Bedienoberfläche von Capacities viel schöner. Ich werde Capacities nun eine Weile testen und mit den Notizen arbeiten; parallel habe ich noch Logseq installiert, das ebenfalls tägliche Anmerkungen entgegennimmt.

Jetzt muss ich aber noch schauen, wie ich meinen Kram aus Notion kopiere – eine bequeme Import-Funktion fehlt in Capacties leider noch: «This feature is not yet available. We are working hard to make it available as soon as possible.» Immerhin kann man einzelne Seiten recht einfach einlesen, für mich reicht das erst einmal aus.

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Daniel Berger ist Tech-Journalist in Hannover. Er schreibt Artikel über das Internet, außerdem bloggt er über Technik, Politik und das Schreiben. Mehr