Amazon verklagen

Die Verbraucherzentrale NRW plant eine Sammelklage gegen Amazon, der sich Prime-Kunden bald anschließen können. Es geht dabei um die Preiserhöhung im September 2022: Damals stieg der Preis von Amazon Prime von 69 Euro auf 89,90 Euro im Jahr, beziehungsweise von 7,99 auf 8,99 Euro pro Monat. Diese Erhöhung sei aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW rechtswidrig. Sobald die Klage eingereicht ist, können Prime-Kunden sich der Klage kostenfrei anschließen. Auf der Website kann man einen News-Alert abonnieren, um nichts zu verpassen.

  • Update, 13. Januar 2026: Es ist so weit, das Klageregister ist ab sofort eröffnet. Prime-Kunden können sich also eintragen! Die Verbraucherzentrale hilft dabei und bietet einen Klage-Check sowie einen Textbaustein.

Klage gegen Prime-Werbung

Es gibt übrigens noch eine andere Sammelklage gegen Amazon, bei der es um die zusätzlichen 2,99 Euro ging, die fällig wurden, um Werbung bei Prime abzustellen. Wer vor dem 5. Februar 2024 ein Abo bei Amazon Prime hatte, kann sich der Sammelklage der Verbraucherzentrale Sachsen anschließen. Das gilt auch für Kunden, die nicht die knapp 3 Euro im Monat zahlten! Details erklärt eine FAQ, zudem gibt es eine Ausfüllhilfe.

  • Update, 6. November: Ich hatte mich der Klage gegen die Werbung bei Prime angeschlossen. Nun hat mir das Bundesamt für Justiz einen Brief geschickt: «Ihre Anmeldung zur Verbandsklage gegen Amazon [...] wurde [...] eingetragen», heißt es darin.
  • Update, 2. Dezember: Bislang haben sich 123.000 Prime-Kunden der Sammelklage angeschlossen. Bei einer zusätzlichen Gewinnabschöpfungsklage geht es nun um nicht weniger als 1,8 Milliarden Euro.
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Daniel Berger ist Tech-Journalist in Hannover. Er schreibt Artikel über das Internet, außerdem bloggt er über Technik, Politik und das Schreiben. Mehr